Städtischer Ausstieg aus Kohle und Atom - endlich beschlossen!

Veröffentlicht am 04.05.2018 in Kommunalpolitik

Die Stadt Bonn wird sukzessive ihre Gelder aus Finanzanlagen, die nicht auf Nachhaltigkeit ausgerichtet sind, abziehen. Das hat der Bonner Stadtrat in seiner Sitzung am 3. Mai einstimmig auf Initiative der SPD-Fraktion beschlossen. Zukünftig wird das städtische Geld also sauber und nachhaltig angelegt.

„Die Stadt Bonn muss für die Renten und Pensionen ihrer Beamtinnen und Beamten Rücklagen bilden. Das geschieht mit Hilfe von Renten- und Pensionsfonds. Häufig investieren diese Fonds auch in Unternehmen, die auf Atomkraft oder fossile und klimaschädliche Energien setzen. Die UN-Klimastadt Bonn schließt sich dank unserer Initiative jetzt endlich den Kommunen an, die ihre Anlagenstrategie nicht nur ethisch-sozial, sondern auch nachhaltig ausrichten“, freut sich Dr. Stephan Eickschen, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion. „Die einzelne Kommune hat nicht viele Möglichkeiten, positiv auf das weltweite Klima einzuwirken. Die Anlagestrategie ein Weg, wie eine Stadt Einfluss nehmen kann.“ So entstehe Druck auf die entsprechenden Unternehmen, sich den nachhaltigen Wirtschaftszweigen zuzuwenden. „Dies kann sowohl in die Stadt als auch über die Stadtgrenzen hinaus Vorbildwirkung haben, es uns gleich zu tun.“

Für Bärbel Richter, Vorsitzende und finanzpolitische Sprecherin der Fraktion, bedeutet die Entscheidung keinen Nachteil für die Wirtschaftlichkeit der städtischen Finanzanlagen: „Wir wollen keinen Wechsel mit der Brechstange, sondern Schritt für Schritt. Das ist schon deshalb wichtig, weil die Renten- und Pensionszahlungen an die ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesichert sein müssen. Daher setzen wir uns für den sogenannten ‚Best in Class‘-Ansatz ein. Das heißt, die Finanzanlagen der Stadt werden jeweils auf die Unternehmen ausgerichtet, die den städtischen Nachhaltigkeitskriterien aktuell am besten entsprechen. Die Unternehmen sind so ebenfalls gefordert, sich weiterzuentwickeln und immer nachhaltiger zu arbeiten. Gleichzeitig hält die Stadt Bonn die Maßgaben der Wirtschaftlichkeit bei ihren Investitionen ein.“

 
 

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