Patienten dürfen nicht zum Spielball werden

Veröffentlicht am 20.03.2015 in Landespolitik

PROTEST DER BEVÖLKERUNG WICHTIG

Die Pläne der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) die Anzahl der Notdienstpraxen zu reduzieren, hat berechtigte Proteste bei der Bevölkerung ausgelöst. Auch in Bonn sollen zwei Standorte geschlossen und der Notdienst in einem zentralen Standort zusammengeführt werden.

 

Die Pläne der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) die Anzahl der Notdienstpraxen zu reduzieren, hat berechtigte Proteste bei der Bevölkerung ausgelöst. Auch in Bonn sollen zwei Standorte geschlossen und der Notdienst in einem zentralen Standort zusammengeführt werden.

 Die Landtagsabgeordnete Renate Hendricks hatte sich aus diesem Grund an den Patientenbeauftragten der nordrhein-westfälischen Landesregierung, Dirk Meyer, gewandt. Grundsätzlich muss die Sicherstellung der ambulanten Versorgung in der Nacht und an den Wochenenden dem tatsächlichen Bedarf der Patienten entsprechen. Herr Meyer verweist zudem darauf, dass dies schwierig sei und auch in der Vergangenheit in der Regel nicht immer geschehen sei. „Für Bonn kann ich sagen“, fährt Hendricks fort, “dass das bisherige Angebot der Notfallpraxen dem Bedarf entspricht. Dabei muss es für unterschiedliche Regionen sicherlich unterschiedliche Konzepte geben. Aber in bestimmten Regionen das Angebot zu verschlechtern, um es dem Angebot von schlechter versorgten Regionen anzupassen, halte ich für verantwortungslos“, ärgert sich Hendricks.

Es kann keine Reform um der Reform willen geben. Im Mittelpunkt müssen immer das Wohl und die Versorgung der Patientinnen und Patienten stehen. Das sieht auch der Patientenbeauftragte so. Wir dürfen diese Strukturen nicht aufgrund von Durchschnittswerten aufs Spiel setzen. Dabei ist für Bonn zu beachten, dass etliche Patienten aus dem Rhein-Sieg-Kreis ebenfalls die Notfallpraxen in Bonn aufsuchen, weil das für sie die kürzeren Wege und Wartezeiten beinhaltet. „Es darf nicht geschehen, dass Patienten (wieder einmal) zum Spielball differenzierender ärztlicher Interessen werden“, schreibt der Patientenbeauftrage in seinem Brief an Frau Hendricks.

 
 

 

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