Ja beim Bürgerentscheid!

Veröffentlicht am 28.05.2018 in Kommunalpolitik

Bonner SPD unterstützt Bürgerinitiativen und zeigt Chancen für die Entwicklung der Bonner Bäderlandschaft auf

In der Ratssitzung am 3. Mai 2018 hat sich die Mehrheit aus CDU, Grünen und FDP erneut gegen den Erhalt der Stadtbezirksbäder entschieden und das erfolgreiche Bürgerbegehren gegen das Zentralbad in Dottendorf abgelehnt. Deshalb wird es nun zum zweiten Mal in Bonn einen Bürgerentscheid geben, der sich mit der Zukunft unserer Bäder befasst.

Der Vorsitzende der Bonner SPD Gabriel Kunze erklärt hierzu: „Die Bonner SPD steht zu den Stadtbezirksbädern und ihren Standorten. Insbesondere für Schulkinder, aber auch für ältere und weniger mobile Menschen ist die Möglichkeit, ortsnah in einem Hallenbad schwimmen zu gehen, unbedingt erforderlich. Daher unterstützen wir die Bürgerinitiativen, die für den Erhalt der Stadtbezirksbäder kämpfen.“

Gabi Mayer, stv. Vorsitzende der Bonner SPD, ergänzt: „Der Erhalt unserer vier Stadtbezirksbäder ist dabei auch für den städtischen Haushalt die bessere Lösung. Der Bau des Zentralbades wird voraussichtlich mehr als 60 Millionen Euro kosten. Die Stadtverwaltung selbst schätzt die reine Sanierung von Frankenbad und Kurfürstenbad – bei einer Erweiterung um eine Sauna sowie ein Lehrschwimmbecken – auf nur rund 35 Mio. Euro. Unverzichtbar sind darüber hinaus jedoch auch die Mittel für eine nachhaltige Sanierung der Beueler Bütt, für die der Zentralbad-Plan keine Lösung aufzeigt.“

Gabriel Kunze betont zudem: „Wenn man der Ratsmehrheit in ihrer Grundentscheidung folgt, 60 Millionen Euro und mehr für eine schöne neue Bäderlandschaft in Bonn ausgeben zu wollen (und zu können), kann man mit diesem Geld in einem ähnlichen Zeitrahmen etwas deutlich besseres bauen als das Zentralbad im Wasserland. Für diesen Betrag lassen sich Frankenbad und Kurfürstenbad als hochwertige Bäder neugestalten, die dann allen Ansprüchen an zeitgemäße attraktive Badeeinrichtungen genügen.“

Die Bonner SPD schlägt daher vor,

-    das Hardtbergbad als kombiniertes Sport- und Freizeitbad zu erhalten und wie geplant als erstes zu sanieren. Die Mittel dazu sind bereits im Haushalt bereitgestellt. Mit der Sanierung muss deshalb unverzüglich begonnen werden!
-    das Frankenbad in seiner Funktion als Schul- und Sportschwimmbad denkmalgerecht zu sanieren und um Elemente zu ergänzen, die es als Familienbad im Mittelpunkt der Altstadt stärken.
-    das Kurfürstenbad am bisherigen Standort neu zu errichten und auf die Zwecke eines Wellness- und Gesundheitsbades zu fokussieren – ergänzt um die Einrichtungen für das Schul- und Vereinsschwimmen. Es spricht dabei viel dafür, dass ein Neubau sinnvoller ist als der Erhalt des alten Baukörpers. In einem neu errichteten Kurfürstenbad könnten all die zusätzlichen Einrichtungen untergebracht werden, die man von einem modernen Badeangebot in einer größeren Stadt erwartet. Dabei wollen wir an die alte Bädertradition anknüpfen und die Bad Godesberger Mineralquellen nutzen.
-    schließlich die Beueler Bütt so hochwertig zu sanieren, dass sie modernen Ansprüchen und ihrer Rolle als Freizeit- und Sportbad in der Mitte Beuels gerecht wird.
Die für das Zentralbad gewählte Rechtsform mit den Stadtwerken als Betreiber sollte dabei idealerweise für die gesamte Bonner Bäderlandschaft gelten.

Gabi Mayer erläutert hierzu: „Es ist wichtig, dass mit dem erfolgreichen Bürgerentscheid ein Konzept vorliegt, das Befürworter und Gegner des Bürgerentscheides an einen Tisch holt und alle Interessen verbindet. Genau dies ermöglicht unser Entwurf für die zukünftige Gestaltung der Bäderlandschaft in Bonn.“

„Die Bonner SPD wendet sich ausdrücklich gegen eine Privatisierung und Kommerzialisierung der Schwimmangebote in unserer Stadt. Schwimmen bleibt als Gesundheitsfürsorge und Lebensrettung essentieller Bestandteil der städtischen Daseinsvorsorge. Die Verantwortung der öffentlichen Hand für die Erfüllung dieser Aufgaben ist für uns nicht verhandelbar“, stellt Gabriel Kunze abschließend klar.

(gm/gk/bp)

 
 

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