City-Ring: Koalition klammert sich an Stadtplanung der 1970er Jahre

Veröffentlicht am 09.05.2018 in Kommunalpolitik

Die Bonner Innenstadt und vor allem der Hauptbahnhof werden nicht vom Autoverkehr entlastet. Vielmehr wird der City-Ring vielleicht irgendwann - statt wie bisher durch Rathausgasse, Am Hof und Wesselstraße - von der B9 über Am Hofgarten und Fritz-Tillmann-Straße zur Kaiserstraße und dann Richtung Bahnhof verlaufen. Diese Variante soll die Verwaltung nun prüfen und das Ergebnis anschließend den zuständigen Gremien vorlegen. So lautet der Beschluss, den die Koalition aus CDU, Grünen und FDP in der Ratssitzung am 7. Mai gefasst hat. Bis eine entsprechende Testphase beginnt, wird die alte Regelung über die Rathausgasse und die Wesselstraße wieder eingeführt. Vor allem diesen Teil des Beschlusses sieht die SPD-Fraktion kritisch, denn wieder erhält der Autoverkehr Vorrang vor dem ÖPNV. So kann Bonn nicht vom Verkehr und den dazugehörigen Lärm- und Umweltbelastungen befreit werden.
„Immer dasselbe bei dieser Koalition: Erst das Auto, dann die Aufenthaltsqualität“, kritisiert Dr. Helmut Redeker, planungspolitischer Sprecher der Fraktion. „In allen Vorüberlegungen gab es zwei grundsätzliche Ziele, an denen sich Verwaltung und Politik orientiert haben. Zum einen die Minimierung des Autoverkehrs in der und rund um die Fußgängerzone und zum anderen die Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs und des Fahrradverkehrs vor dem Hauptbahnhof.“

Beides werde mit der jetzt beschlossenen Variante scheitern. „Denn selbst wenn aus der Testphase eine dauerhafte Variante hervorgeht, verschiebt sich der Verkehr lediglich von der Rathausgasse und der Wesselstraße hin zur Achse Am Hofgarten und Tillmann-Straße. Für die Bereiche Busbahnhof und Hauptbahnhof bedeuten alle zu prüfenden Varianten keine entscheidende Verbesserung. Es bleibt festzuhalten, dass die Koalition sich an städtebauliche Planungen aus den 1970er Jahren klammert und die sinnvolle Weiterentwicklung unserer Stadt blockiert.“

Gabi Mayer, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion, ergänzt: „Besonders ärgerlich ist dieser Rückschritt für die Nutzerinnen und Nutzer des Bonner ÖPNV. Statt durch die Verringerung des Verkehrsaufkommens vor dem Hauptbahnhof den ÖPNV zu beschleunigen, wird er jetzt wieder ausgebremst. Mit der Öffnung der Maximillianstraße wird es wie zuvor lange Rückstaus bis in die Wessel- und vor allem die Kaiserstraße geben. Wir haben daher vorgeschlagen, auch zu prüfen, ob der City-Ring statt durch die Maximillianstraße nicht besser süd-westlich entlang des heutigen Bussteiges E um den Busbahnhof geführt werden könnte. Derartige Überlegungen gibt es schließlich schon länger. Damit würden zumindest die Maximilianstraße und der dortigen Fuß- und Fahrradverkehr entlastet. Wir werden sehen müssen, welche Variante besser ist.“ Auch für den Fahrradverkehr vor dem Hauptbahnhof bedeute die von der Ratskoalition beschlossene Regelung weitere Einschränkungen. „Hier hätte sich Bonn direkt am Tor zur Innenstadt als fahrradfreundliche Stadt präsentieren können. So bleibt das Radfahren hier vorerst ein riskantes Unterfangen.“

 
 

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